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    Sprachen lernen durch Serien und Filme: Was wirklich dahintersteckt

    Wir sind keine englischen Muttersprachler. Ich bin Redakteurin im deutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mein Partner kommt auch nicht aus einem englischsprachigen Land. Aber wir leben immer wieder für Phasen im Ausland und wollten, dass Englisch für unsere Kinder keine Fremdsprache bleibt. Also haben wir ab dem dritten Lebensjahr konsequent auf englischsprachige Medien gesetzt. Keine Sprachkurse, kein Druck. Einfach gute Serien, Filme und Apps auf Englisch.

    Englisch wie Muttersprachler*innen sprechen unsere Kinder nicht. Aber der Unterschied ist spürbar. Englisch fühlt sich für sie vertraut an. Wenn wir im Ausland sind, kommen sie rein, ohne erst eine Schranke überwinden zu müssen. Das war das Ziel, und Medien haben dabei wirklich geholfen.

    Das klingt zu einfach. Der Mechanismus dahinter ist aber ganz gut erforscht.

    Sprachwissenschaftler*innen nennen das Immersion: das Eintauchen in eine Sprache, nicht das Lernen einer Sprache. In Kanada und der Schweiz ist das seit Jahrzehnten erforschter Schulalltag. Die Ergebnisse sind eindeutig: Wer eintaucht, erwirbt eine Sprache schneller und natürlicher als durch klassischen Unterricht. Genau das passiert, wenn ein Kind zum Beispiel eine Serie liebt und sie immer wieder schaut. Nicht weil es lernen will, sondern weil es die Geschichte will.

    Das gilt übrigens genauso für Deutsch. Eine starke Erstsprache braucht ebenso reichen Input: gute Geschichten, lebendige Sprache, Inhalte, die Kinder freiwillig aufsuchen. Kuratu denkt deshalb beide Sprachen mit. Nicht als Programm, sondern als Haltung.

    Eine ehrliche Einschränkung: Für Kinder können Medien die direkte Interaktion nicht ersetzen. Gemeinsames Gespräch, Vorlesen, der sprachliche Alltag miteinander bleiben das Wichtigste. Medien kommen ergänzend dazu, nicht an deren Stelle.

    Die Empfehlungen auf Kuratu sind alle mit diesen Gedanken ausgewählt.